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FaserfieberVorbereiten/Nützliche Utensilien rund ums Spinnen-Fortsetzung (2.Seite) Kardieren- Wenn man das Glück hat und ein ganzes Schafvlies irgendwo ergattern konnte, packt einen die Verzweiflung, wenn man das alles in kleinen "handvoll"-Portionen kardieren soll. Aber keine Angst, das Spinnen geht auch nicht so schnell, daß man gleich ein ganzes Vlies vorbereiten müßte. Man hält eine Karde mit dem Griff nach oben in der linken Hand und beginnt die untersten Zähnchen mit Wollfasern zu bestücken und zwar soviel, wie die Zähnchen halten können, ohne das Fasern herausrutschen. Also probieren. Dann kommt die Reihe darüber dran usw. bis die Karde etwa zu zwei Drittel gefüllt ist. Mit der zweiten Karde wird die Wolle gekämmt und zwar beginnend bei der untesten Reihe wie zuvor belegt, immer weiter nach oben. Dabei werden sich beim Abwärtsstreichen und leichtem Anheben der zweiten Karde immer mehr Fasern auf die zweite Karde legen, so daß am Schluß alle Fasern auf der zweiten Karde liegen. Diesen Vorgang wiederholt man 1-3 mal. Danach muß die nun watteähnliche Wolle von der Karde genommen werden. Da die Zähnchen in einer Richtung gebogen sind, kann man die Fasern in diese Richtung leicht abstreifen: mithilfe der leeren Karde die Zahnreihe an der Griffseite auf die der anderen Karde setzen und abwärts streichen. Geschickte rollen dabei die Wolle gleichzeitig zu kleinen "Würstchen" auf. Das kann man aber auch anschließend mit den Händen machen. Wenn man die Wolle durch Kämmen mit einem Hundekamm vorbereitet hat, erhält man kleine Wollstapel, die man direkt verspinnen kann. Dabei gibt es große Theorien, welche Seite man nehmen sollte: von der geschorenen Seite oder den Lockenenden. Ich denke, dass muß jeder selbst ausprobieren. Trommelkarden funktionieren ähnlich, nur dass man hier die Wolle erst durch die kleinere Walze schiebt und die Fasern anschließend von der großen Walze übernommen werden. (Dazu demnächst mehr...) |