Spinnen
 -Prinzip
 -Spinnräder
 -Wolle vorbereiten
 -Material
 -Zubehör 1
Filzen
Weben
Tierfasern
Pflanzenfasern
Links
Literatur
Zeitschriften
E-Mail
Aktuelles

Faserfieber

Nützliche Utensilien rund ums Spinnen

Es gibt eine ganze Reihe von nützlichen Utensilien. Nur wenige sind ein Muß. Während Flachs nur mit den Händen vorbereitet wird, muß man Wolle vorher kämmen oder kardieren (=kardätschen) mit Karden oder Kardätschen (siehe Bild).. Man kann sich aber auch fertig kardierte Rohwolle im Handel besorgen, oder die Wolle kardieren lassen (leider oft Mindestmengen von 10 kg oder mehr nötig). Es gibt allerdings unterschiedliche Möglichkeiten, die Wolle zu kämmen. Wenn man nur ein Vlies zum Spinnen vorbereiten möchte, das auch noch sehr sauber ist, dann geht das durchaus mit Hundekämmen: Man nimmt am besten ein Brett, das man aufrecht z.B. in einen Holzbock spannt und schraubt den Kamm so an das Brett, daß die Zähne über das Brett hinausreichen. Dann nimmt man ein Stück Vlies und zieht es durch die Zähne. Je feinzinkiger der Kamm, umso schwieriger wird allerdings das Kämmen. Bei feinem Material wie Angorawolle, muß man feinzinkigere Kämme verwenden, weil die Fasern sonst nicht sauber genug getrennt werden können.

Eine andere Methode habe ich in einem Museum in Brome (bei Gifhorn) gesehen. Nach vielen Jahren der Suche, habe ich mir nun endlich diese Art der Kämme bauen lassen und kann ihre Anwendung auf den folgenden Seiten zeigen. Die häufigste Vorbereitungsart ist das Kardieren mit Karden. Sie kosten oft weniger als etwa 50.- EUR. Sie dienen nicht nur dem vorbereiten der Wolle, sonder auch dem Mischen von verschiedenen Fasern oder Farben. Es gibt sie auch als Trommelkarde um größere Mengen zu kardieren. Wichtig ist die Breite des Bandes und die Feinheit der Benadelung: Sowohl Trommel- als auch Handkarden, haben einen Beschlag aus kleinen Zähnen in unterschiedlicher Dichte. Dieser Beschlag ist auch als Meterware in unterschiedlicher Breite und Benadelung im Handel zu bekommen. Wer Katzen hat, kennt diese Karden vielleicht als Katzenbürste mit der feinen Benadelung. Sie sind zwar etwas schmal, um sehr effektiv zu sein, aber da meine Wollkarden zu grob waren um damit Angorawolle zu kämmen, habe ich mir zwei Katzen-Karden angeschafft, und damit ging es auch. Meine Mutter (Friseurin) nannte mir einen Großhandel, bei dem man zwei Platten (je ca. 15x20 cm) bekommen konnte, die eigentlich für das Kämmen der Haare für Perücken gedacht sind. Sie entsprechen exakt dem gröberen Wollkardenband! Wenn man sich zutraut, die Holzgriffe selber zumachen, kann man eine Menge Geld sparen. Aber auch da sind Leute erfinderisch: man kann die Wolle auch mit einem Brett, das mit Kardenband belegt ist und einer kleinen "Wollkratze" = MiniKarde, kardieren. Dazu muß man aber wissen, wie das Prinzip des Kardierens geht:

weiter zurück home