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Faserfieber in der Spinn- und Webstube

Am Anfang ist das Material

-Fortsetzung-

Beim Filzen verhaken sich die Fasern nach und nach ineinander und bilden dann ein festes Gewebe. Das Material muß dazu entweder stark gekräuselt sein, oder das einzelne Haar so aufgebaut sein, daß die Oberfläche "rauh" ist (z.B. Kamelhaar, oder Llama). Diese "Rauhigkeit" kann sich dabei durchaus weich anfühlen; sie ist bei diesen Fasern mikroskopisch klein!

Nun zum dritten Aspekt, ein schönes Garn zu bekommen: die Dicke der Faser.
Auch hier eine Faustregel - je dicker die Faser, umso gröber (- und damit kratziger!) wird das Garn. Dadurch wird die Faser nämlich steifer und damit nicht mehr "anschmiegsam": also kratzig. Bei Flachs und Hanf sind die Fasern je nach Vorbehandlung zwar sehr lang, aber auch sehr steif. Je öfter das daraus gesponnene Garn gewaschen wird, umso weicher wird es, weil auf diese Weise die "steif-"machenden Bestandteilen zerstört werden.

Fassen wir also zusammen:
Das beste Garn ist dünn, lang und/oder stark gekräuselt (bzw. "rauh"). Das macht in der Regel auch seinen Preis aus!

Auf dem Foto sieht man links die dunkelbraunen Fasern eines älteren Landschafes. Es besteht aus langen wenig gekräuselten Fasern, die oft auch anders gefärbt sind, und weicherer, aber kurzer Unterwolle. Man kann diese Wolle sortieren, indem man die langen Fasern einfach herauszieht und erhält dann aus der Unterwolle mittelfeines Garn (s. braune Fasern, mitte). Die langen Fasern eignen sich dagegen eher für strapazierfähige Teppichgarne, z.B. Daneben sieht man auf dem Foto eng gekräuselte blau und violettgefärbte Fasern eines Merino/Landschaf-Mischlings, die eine ausgezeichnete feine Qualität haben!

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