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FaserfieberFuchsschafwolle
Fuchsschafe haben wie der Name schon andeutet ein rötliches Vlies. Sie haben alle drei Arten von Fasern eines Urschafes: weiche wärmende Wollhaare, lange jedoch relativ weiche Grannenhaare, die das Wasser ableiten und die normalerweise wenig erwünschten Stichelhaare. Stichelhaare sind kurze (ca 3 cm), störrische Haare, die etwas zickzackförmig aussehen können. Die Funktion dieser Haare ist mir nicht bekannt, aber sie kommen oft vor, wenn die Haltung des Tieres nicht optimal ist. Wie viele Urschafe so kommen bei Fuchsschafen neben weiß und beige viele andere Farben vor wie schwarz und alle Übergänge von braun. Dies, die lange Faser und ihre gute Kräuselung machen sie zu einer beliebten Faser für Spinnerinnen. Sie ist auch für Anfänger sehr gut geeignet, weil sich die lange Faser schon mit einer Flickkarde oder Hundekamm gut vorbereiten und sehr gut beim Spinnen ausziehen läßt. Allerdings ist es wie bei allen Urschafen leider so, dass kaum jemand die Schafe wegen der Wolle hält: die Qualität der Woll- und Grannenhaare schwankt erheblich und auch der Anteil der Stichelhaare ist unterschiedlich - je höher, desto rauher ist die Wolle.
Trotz Stichelhaaren erhält man ein relativ weiches Garn mit dem schönen Roteffekt, wenn man es mit nur wenig Drehung spinnt. Und sogar überfärbt, sieht die Wolle besonders natürlich aus.
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